Das Wort “Trio” kommt aus dem italienischen und bedeutet frei übersetzt “Hinweis auf drei sach- oder personenbezogenen Dinge”. Gemeint sind hier drei Personen, und zwar:
- Magnus Niemöller, geb. 29.9.1974 in Dortmund
- Andreas Letzner, geb. 27.10.1969 in Recklinghausen
- Klaus Maßmann, geb. 22.12.1957 in Oer-Erkenschwick
Sie spielten alle einmal selbst aktiv Fussball; ob bei der DJK Teutonia Waltrop oder der SpVgg Erkenschwick. Gut 8 Jahre (also seit etwa 2003) bis einschließlich 2010/11 betreuten sie gemeinsam die A-Jugend der Schwarz-Roten vom Stimberg. Nach der Modifizierung im Fussballsport nennt man die A-Jugend heute auch “U19″ des jeweiligen Vereins.
Bekanntlich ist der Nachwuchs der Garant für den Fortbestand eines Vereins. Und das “Trio” leistete diesbezüglich hervorragende Arbeit für die Spielvereinigung. Ohne den relativ gut ausgebildeten U19-Nachwuchs wäre die sportliche Basis kaum noch vorhanden gewesen. In dem genannten Zeitraum ergab sich nachstehende Bilanz: 2x Westfalenmeister; 2x Bundesliga/West (höchste deutsche Jugendklasse); 4x Kreispokalsieger; 1x Kreispokalvizesieger.
In der Bundesliga gespielt zu haben, verdient besonderer Erwähnung. Allein schon deshalb, weil es auffällt, daß die Schwarz-Roten punktemäßig abgeschlagen immer sofort wieder absteigen mussten. Hier muss man sich die Spielgegner ansehen und deren sportliche und finanziellen Möglichkeiten. Da waren unter anderen FC Schalke 04, 1. FC Köln, Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, Bayer 04 Leverkusen, Fortuna Düsseldorf, Arminia Bielefeld, Alemannia Aachen und VfL Bochum. Ergänzend könnte man noch erwähnen MSV Duisburg, Wuppertaler SV, Bonner SC und Rot Weiss Ahlen.
Primär waren die gravierenden unterschiedlichen Vereinsstrukturen. Es erscheint jedem Fussballfreund logisch, dass Jugendliche eines Bundesligisten (im Seniorenbereich) besser betreut, versorgt und unterstützt werden. Der finanzielle Rahmen und die damit verbundenen Möglichkeiten wie Motivation, Perspektive, Berufsausbildung usw. sind eine ganz “andere Fussballwelt”. Bei solch gravierenden Unterschieden ist es daher äußerst lobenswert, was das “Trio” vom Stimberg für das sportliche Ansehen der Spielvereinigung geleistet hat.
Die Spielvereinigung ist nicht “auf Rosen” gebettet. Hohe Gehälter für Trainer, Co-Trainer usw. können nicht aufgebracht werden. Der Vereinsvorstand besann sich auf das, was eigentlich schon immer zählte: solide, gute Jugendarbeit. Vereinsinterne Beweggründe und Entscheidungen sorgten dafür, dass das “Trio” ab der Saison 2011/12 komplett in den Seniorenbereich wechselte. Magnus Niemöller ist der “Cheftrainer” und “Letzi” und Klaus die Co-Trainer, wobei Magnus betont, dass man nur gemeinsam etwas positiv bewirken oder verändern kann.
Das “Trio” verkündete für die Saison ein schlüssiges Konzept, welches ohne Mühen und Anstrengungen aber nicht realisierbar ist.
a) Konstruktiver/kontinuierlicher Aufbau der jeweiligen Jugendmannschaften. Gezielte Förderung und Betreuung
b) Heranführung/Integration in den Leistungsbereich einer Seniorenmannschaft
c) Bestandssicherung des Vereins durch die qualifizierten Jugendspieler in Verbindung mit lokaler Geschäftspräsenz, verbunden mit der Hoffnung, dass sich wieder viele Zuschauer mit ihrem Verein identifizieren können. Denn ein Fussballverein lebt von seinen Gönnern, Freunden und Fans.
Die laufende Saison ist für das “Trio” eine echte Herausforderung. Der DFB hat die Einführung einer Amateuroberliga ab 2012/13 beschlossen. Und man muss mit seiner Mannschaft unter den besten 6 Mannschaften in der Westfalenliga landen, um sich zu qualifizieren. Magnus Niemöller und seine Jungs sind auf dem besten Wege, dieses sportliche Ziel zu erreichen.
- Gerd Böttcher -






