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Die “Party des Sports” 2012

Bei Kassiopeia im Ruhrfestspielhaus von Recklinghausen trafen sich am 27.01.2012 mindestens 800 Gäste und wollten die Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2011 feiern!

Apropos Kassiopeia. Wo ist das überhaupt oder wer ist das und was hat dieser Name mit der Party des Sports zu tun? Nun, “Kassiopeia” hat zwei Bedeutungen. Einmal ist sie eine Sagengestalt, nämlich die Mutter der Andromeda in der griechischen Mythologie. Und zweitens ist es ein Sternbild des nördlichen Himmels im Weltenraum. Und der große Festsaal im Ruhrfestspielhaus hat den Namen “Kassiopeia” bekommen. Das haben die Veranstalter des Festspielhauses so entschieden.

Zu Beginn der Party herrscht noch “Ruhe vor dem Sturm”. Keine Moderatoren, keine Sportler, keine Musikband, keine Gäste. Der große Saal ist allerdings schon ausgeschmückt. Man kann ihn sich in Ruhe ansehen. Und dann geht’s los! Und plötzlich haben sich rund 800 Menschen zusammengefunden. Stimmen, Gelächter, Unterhaltung, Blitzlichter – man merkt – hier “passiert” gleich etwas.

Die Party des Sports wäre ohne die Gönner und Sponsoren nicht möglich. Henning Prinz und Lars Tottmann von derselbigen Veranstaltungsagentur leiten und koordinieren die Party. Während Wolfgang Pantförder (Bürgermeister) und Cay Sübercrüb (Kreisrat) die Schirmherrschaft ausüben moderiert in gekonnter Weise Hermann Böckmann von der “RZ”.

v.l. Lars Tottmann, Wolfgang Pantförder (BM), Hermann Böckmann, Cay Sübercrüb (KR)

Bevor auf die Sportlerinnen und Sportler sowie Mannschaften des Jahres 2011 eingegangen wird, muss das “Beiprogramm” erwähnt werden. Auch hier haben die Veranstalter und Organisatoren ein Gespür und Geschick für die vielen Gäste entwickelt. Unterhaltungsprogramme sind immer gern gesehen. Diesmal waren anwesend die Ringtennissportler von der SG Suderwich. In “Verkleidung” versuchten sie das Fantasyabenteuer “Herr der Ringe” vorzustellen. Es ist ihnen sehr überzeugend gelungen. Die Einlage der Tanzsportgruppe TSZ Royal Wulfen konnte sich ebenso sehen lassen. Besondere Beachtung fand die Tischtennis-Show von Milan Orlowski und Jindrich Pansky. Sie “zauberten” mit dem kleinen weißen Zelluloidball, dass man es manchmal kaum glauben wollte, was man da sah. Diese beiden Sportler sollen kurz gesondert vorgestellt werden.

Milan Orlowski wurde 1952 in Prag geboren. Er war 1969 Jugend-Europameister im Tischtennissport sowie Europameister 1974 bei den Senioren. Insgesamt war er 7x tschechischer Meister und spielte auch in der BR-Deutschland in der 2. Bundesliga (Bayreuth, Jülich, Mühlhausen). Seit 1994/95 ist er bei der “Tennis-Show” aktiv.
Jendrich Pansky wurde 1960 in Pilsen geboren. Er war einmal in 1986 Europameister sowie 2x Vize-Weltmeister in 1985 und 1986. Er brachte es auf sage und schreibe 12 Meistertitel in der CSSR. Auch er spielte in der BR-Deutschland in der 2. Bundesliga (Mühlhausen). Seit 1994/95 ist er mit seinem Freund und Partner in der “Tennis-Show” aktiviert.

Die Tischtennis-Show von Milan Orlowski und Jindrich Pansky

Eine “besondere” Einlage war der “Ruderwettbewerb” zwischen Dirk Oberschulte-Beckmann und Malte Jakschik. Ersterer ist ja bekannt durch seine prägnante Stimme in der “Veltins-Arena” des FC Schalke 04. Er ist dort, wie bekannt, der Stadionsprecher und “Einheizer” der Stimmung. Letzterer ist vom Ruderverein Rauxel und hat hervorragende Leistungen im Rudersport erbracht.  Nur ganz knapp konnte Malte den guten Dirk “besiegen”.

Besonders vorgestellt wurden eine Dame und zwei Herren, die sich im Sportbereich einen Namen gemacht hatten. Bei der Dame handelte es sich um Annemarie Pufahl. Sie war zu ihrer Jugendzeit eine hervorragende Geräteturnerin. Seit einem Vierteljahrhundert ist sie Mitglied im Vorstand der Sportjugend im KreisSportBund von Recklinghausen sowie in der BSG Marl. Bei letzterem Verein handelt es sich um die Rehabilitation von behinderten Menschen. Ihre Erfahrungen, Kenntnisse und Kontakte werden heute noch vom KreisSportBund gern angenommen. So erhielt sie während der Party eine Sonderehrung. Sie wurde “Ehrenpreisträgerin 2012″.

Moderator Hermann Böckmann stellte den anwesenden Gästen zwei besonders erwähnenswerte Sportler vor; auch, wenn sie mittlerweile “in die Jahre” gekommen sind. Es waren Michael Wessing und Kurt Bendlin.
Michael Wessing wurde 1952 in Recklinghausen geboren. Ursprünglich spielte er Handball, und zwar bei der ETG Recklinghausen-Ost an der Maybachstraße. Dann wechselte er in die Leichtathletik und spezialisierte sich auf den Speerwurf. Er wurde von 1975 – 1980 insgesamt 6x Deutscher Meister sowie in 1977 einmal Weltcupsieger und in 1978 einmal Europameister. Bei der Olympiade 1976 in Montreal/Kanada erreichte er von allen Speerwurfteilnehmern weltweit den beachtlichen 9. Platz.

Kurt Bendlin wurde 1943 im Bezirk Danzig/Ostpreussen geboren. Er wurde 1967 in Heidelberg Weltrekordsieger mit 8.319 Wertungspunkten im Zehnkampf. Erst 1969 wurde diese Punktzahl von einem US-Amerikaner überboten. Kurt erzielte bei der Olympiade 1968 in Mexico eine Bronzemedaille und wurde insgesamt 4x Deutscher Meister in seiner Sportdisziplin.

Bildergalerie zur Party des Sports 2012:

 

Abschließend darf erwähnt werden, daß die Versorgung der anwesenden Sportler und Gäste mit Essen und Trinken sehr gut durchgeführt wurde. Das sogenannte “Catering” war gut durchdacht und vorbereitet. Sollte die Party des Sports im Ruhrfestspielhaus seine Fortsetzung finden, lohnt sich immer wieder ein Besuch und “Annahme” des Angebots. Es ist in der Tat ein besonderes “Event”.

- Gerd Böttcher -

Die Wahl der Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften auf Stadt- und Kreisebene von Recklinghausen verlief wie folgt:

Ergebnisse Stadt RE
Sportlerin des Jahres:
1. Lisa Janik (Schwimmverein Neptun)
2. Marita Schulte (RLC)
3. Pia Zajonz (RLC)
4. Elena Hütter (RLC)
5. Mona Middeldorf (Eisenbahner Turn-Gemeinde)
6. Vera Vollhase (SG Suderwich)

Sportler des Jahres:
1. Florian Zellin ( Schwimmverein Blau-Weiß)
2. Steffen Preußners (Eisenbahner Turn-Gemeinde)
3. Marcel Bechmann (Schwimmverein Neptun)
4. Jan Müller (1.Bogen-Sport-Club)
5. Andreas Hachmann
6. Heiko Kummerow (RSG Läufer-Ost)

Mannschaft des Jahres:
1. Schwimmverein Neptun (4×50-m-Freistil-Frauenstaffel)
2. Recklinghäuser LC (4×100-m-Staffel der Schülerinnen A)
3. RSG Läufer-Ost (Verbandsliga-Mannschaft)
4. FC 96 – A-Junioren (Fußball)
5. SG Suderwich (Ringtennis)
6. 1.FFC – U17-Juniorinnen (Frauenfußball)

Ergebnisse Kreis RE
Sportlerin des Jahres:
1. Sophia Wüllner (Ruderverein Waltrop)
2. Christina Haack (TV Gladbeck)
3. Mona Middeldorf (ETG Recklinghausen)
4. Christina Klein (Bison Gijon/Marl)
5. Janna Büllhoff (TV Datteln)
6. Charlotte Becker (Berlin/Waltrop)

Sportler des Jahres:
1. Malte Jakschik (RV Rauxel)
2. Marius Kusch (SG Essen/Datteln)
3. Markus Schulte-Lünzum (ATV Haltern)
4. Timo Piontek (RC Rhenania/Dorsten)
5. Thorben Dietz (LG Dorsten)
6. Christian Ahlmann (RFV Alt-Marl)

Mannschaft des Jahres:
1. Hertener Löwen (Basketball)
2. TSV Marl-Hüls (Fußball)
3. Recklinghäuser LC (4×400 -m-Staffel w. A-Jugend)
4. 1.FFC Recklinghausen U17 (Frauenfußball)
5. SV Neptun Recklinghausen (4×50-m-Staffel Frauen)
6. Recklinghäuser LC (4×100-m-Staffel w. B-Jugend)

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Gerd BoettcherDieser Artikel wurde von Gerd Böttcher verfasst (Autor - Libero-Magazin)View all posts by Gerd Boettcher →

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