Mit fortschreitender Akzeptanz des Internets verschwinden auch immer mehr die Druckerzeugnisse im Sportgeschehen wie z.B. die Stadionzeitungen der Fußballvereine. Früher weit verbreitet – liegen sie heute nur noch bei wenigen Clubs im Kreis an den „Kassenhäuschen“ aus.
Bei den ranghöchsten Mannschaften in der Umgebung schaffen es nur noch der VFB Hüls und die Spvgg. Erkenschwick ihre Vereinsmagazine bei jedem Heimspiel in ansprechender Auflage zu präsentieren. Beim FC 96 Recklinghausen erscheint die „Hohenhorst News“ ebefalls bei jedem Heimspiel, allerdings in geringerer Auflage. Bei anderen Vereinen wie der Teutonia SuS aus Waltrop „Die Schwatten“ oder beim TuS Haltern „Stauseekampfbahn“ werden die Stadionzeitungen in zeitlich größeren Abständen oder zu besonderen Anlässen aufgelegt.
Die meisten Vereine haben aber die Druckauflagen gänzlich eingestellt, weil es sich kostenmäßig nicht mehr rechnet. Das Germania Echo in Datteln oder das Katzenbusch-Echo in Herten bringt sich in zeitloser Reihenfolge doch noch wieder mal in Erinnerung.
Im Zuge des fußballerischen Abstiegs waren auch die Interessen potenzieller Anzeigenkunden auf ein Minimum gesunken, die Druckkosten hätten sich nicht getragen. Selbst ein Traditionsverein wie der TSV Marl-Hüls hat keine eigene Vereinszeitschrift mehr, lassen sich im Internet in Form von „Newslettern“ oder auf einem Portal wie „Fußball.de“ verzeichnen oder informieren gleich auf einer vereinseigenen „Homepage“.
Aber nicht alle haben einen Internetanschluss und so ist es bei zugegebenermaßen wenigen Vereinen immer noch Tradition, sich über die offizielle Stadionzeitschrift darzustellen. Doch es wird auch immer schwieriger in wirtschaftlich schlechten Zeiten die entsprechenden Werbepartner zu finden, die bereit sind, ihrem Verein die finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen.
Die Inhalte dieser Stadionzeitschriften beschränken sich aber nicht nur auf Mannschaftsaufstellungen, Spieltaganalysen oder Spielvorausschauen sondern es werden Rückblicke auf vergangene Spielzeiten aufgearbeitet wie im Stimberg-Echo oder Statements von Gasttrainern wie im Kicker am Badeweiher oder Unterstützer der Vereine in Form von speziellen Portraits benannt.
Man kann als Fußballfan nur hoffen, dass auch weiterhin diese Informationenquellen beim Eintritt ins Stadion angeboten werden.
- Manfred Sperl -


